Umfahrung Watwill

Trassee- und Belagsbau

Der Trassee- und Belagsbau ist verantwortlich für die Gesamtkoordination zwischen den einzelnen Baulosen. Neben dem Bau der offenen Streckenabschnitte entlang der Umfahrungsstrasse stehen die Anschlussknoten im Norden und Süden mit der Anbindung ans bestehende Strassennetz im Vordergrund.
Die Umfahrung Wattwil 2. Etappe beginnt im Norden mit dem Anschluss Brendi unmittelbar nach dem Südportal des Tunnel Wattwil beim Knoten Rickenstrasse. Der bestehende Knoten wird durch einen Kreisel ersetzt. Für den Verkehr in Fahrtrichtung Ricken besteht zusätzlich ein Bypass.
Im Abschnitt vom Anschluss Brendi bis ins Gebiet Scheftenau liegt die Strasse in einem nach Nordosten geneigten Steilhang. Das Strassentrassee wird möglichst dem natürlichen Terrainverlauf entlanggeführt, das führt zu einer geschwungenen Linienführung. Aufgrund der vielen Quertäler (Bachläufe) und Hangrippen kann dem Geländeverlauf nicht konsequent gefolgt werden. Deshalb wird der Steilhang Brendi, unmittelbar nach dem Kreisel Brendi, mit zwei Lehnenbrücken gequert.
Die anschliessenden Quertäler mit den Bächen Chatzenschwanzbach Nord und Süd sowie dem Hummelwaldbach werden mit Brücken überquert. Auch der Rickenbach und die Alte Stutzstrasse werden mit einer Brücke überquert. Diverse kleinere Bäche werden unter der Umfahrungsstrasse hindurchgeführt. Das landwirtschaftliche, unbewohnte Gebäude zwischen den beiden Chatzenschwanzbächen wird im Südwesten umfahren. Das Strassentrassee führt im Südwesten der Gebäude an der Schönenbergstrasse vorbei. Im Bereich des Buechbergs liegt die Strasse im rund 300 Meter langen Tunnel Lochweidli, und führt danach weiter entlang der Scheftenaustrasse. Diese muss hier auf rund 200 Meter Länge nach Nordosten verschoben werden.
Das Strassentrassee führt anschliessend über einen Damm auf die Brücke Thur/SOB. Mit diesem Brückenbauwerk werden die Thur, die Bahnlinie der Südostbahn (SOB) und die Kapplerstrasse überquert.
Die Anbindung der Kapplerstrasse an die neue Umfahrungsstrasse erfolgt über den Anschluss Stegrüti mit einem Kreisel und einer neuen Verbindungsstrasse von 220 Meter Länge. Die bestehende Umfahrung Ebnat-Kappel wird über das anschliessende Strassenteilstück angepasst. Hinsichtlich der Bauarbeiten für den Anschluss Stegrüti wurde bereits im Frühling 2018 die bestehende Umfahrungsstrasse Ebnat-Kappel auf einer Länge von rund 500 Meter nach Norden verschoben.
Die Gesamtlänge der Umfahrung beträgt rund 3,3 Kilometer, wovon Trassee- und Belagsbau etwa 2,5 Kilometer ausmachen.
 

Projektleiter: TBA SG, Ruedi Vögeli
Oberbauleiter: TBA SG, Oliver Bettschen / Timmo Suter
Projektverfasser / Chefbauleitung: IG W2, Schällibaum AG / Wälli Ingenieure AG
Unternehmer: ARGE Toneatti JOBI

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