Umfahrung Watwill

Projektübersicht

Das zweite Teilstück der Umfahrungsstrasse schliesst die Lücke zwischen den bestehenden Umfahrungsstrassen Wattwil und Ebnat-Kappel. Die 2. Etappe ist rund 3,36 Kilometer lang und umfasst neben dem Strassenbau auch Brücken und Überführungen. Die Umfahrungsstrasse verbindet die beiden Anschlussknoten Brendi im Norden und Stegrüti im Süden mit dem bestehenden Strassennetz. Die 2. Etappe der Umfahrungsstrasse Wattwil entlastet den Dorfkern vom Durchgangsverkehr und erhöht die Verkehrssicherheit im Zentrum. Ausserdem verbessert sich der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmenden und der Umwelt. Die vorliegende Linienführung ist das Ergebnis langjähriger, aufwändiger Studien und Abklärungen. Besonders Rücksicht nimmt sie auf Landschaft, Natur, Gewässer und Umwelt.

Projektübersicht


Die Umfahrungsstrasse beginnt nach dem Südportal des Tunnels Wattwil. Für einen besseren Verkehrsfluss wird die heutige Kreuzung zu einem Kreisel umgebaut. Um den Knoten zu entlasten, wird mit einem Bypass eine direkte Beziehung von Wil in Richtung Ricken geschaffen.

Ab dem neuen Kreisel Brendi werden das geschützte Brendiquartier sowie das Flachmoor in mittlerer Hanglage der Topographie in Richtung Würzen umfahren. Die Umfahrungsstrasse führt über zwei ungefähr 100 Meter lange Lehnenbrücken, dann überquert sie diverse Wasserläufe, bevor die Strasse mit dem Tunnel Lochweidli durch den Buechberg führt.
Vom Tunnelportal Süd bis zur Überführung Scheftenaustrasse befindet sich das Trassee bergseitig im Einschnitt. Der parallel geführte und höherliegende Bewirtschaftungsweg Scheftenau wird mit einer Stützkonstruktion vom Trassee abgetrennt.
Die Scheftenaustrasse wird im Bereich der Querung der neuen Umfahrungsstrasse verlegt und der Höhenlage angepasst. Ab der Überführung Scheftenaustrasse bis zur Brücke Thur/SOB wird das Terrain zu einem Damm angeschüttet. Die Umfahrungsstrasse überquert dann die Thurebene bis zum Anschluss Stegrüti.

Ein Grossteil der Schüttung für den Damm Scheftenau und den Anschluss Stegrüti erfolgt mit dem Aushub und Ausbruchmaterial der verschiedenen Teilbaustellen der Umfahrung. Um dies zu ermöglichen, wurden die Planung und Terminierung der einzelnen Bauwerke so gelegt, dass beispielsweise zum Zeitpunkt des Tunnelausbruchs bereits über die Brücke Thur/SOB zum Kreisel Stegrüti gefahren werden kann.

Technische Daten

Gesamtlänge
von Brendi bis Stegrüti 3’354 m 100 %
      davon Tunnel Tunnel Lochweidli 313 m 9 %
      davon Brücken Gesamtlänge Brücken 836 m 25 %
Lehnenbrücke Brendi Nord 150 m
Lehnenbrücke Brendi Süd 120 m
Brücke Chatzenschwanz Nord 50 m
Brücke Chatzenschwanz Süd 23 m
Brücke Hummelwaldbach 21 m
Brücke Rickenbach 95 m
Brücke Mettlenbach 12 m
Brücke Thur/SOB 365 m
      weitere Kunstbauten 2 Überführungen
7 Bachdurchlässe
1 Viehdurchlass
1 Ölrückhaltebecken
2 Retentionsfilterbecken
1 Havarie- und Absetzbecken
1 Stapelbecken

 

   
Ausbaugeschwindigkeit
Anschluss Brendi bis Ende Lehnenbrücke Brendi Nord 60 km/h
Lehnenbrücke Brendi Nord bis Anschluss Stegrüti (Offene Strecke) 80 km/h
Anschlussbereich Stegrüti 60 km/h

 

   
Bauzeit
4 Jahre (voraussichtlich)
 
   
Kosten
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 124.05 Millionen Franken (Preisbasis Dezember 2008)

 

 

 

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